2016-01-09

TCM Ernährung Winter

Ernährungstipps aus der TCM für die kalte Jahreszeit

Wenn die Temperaturen empfindlich nach unten rasseln, greifen wir Menschen schnell zu einer dicken Jacke, Schal, Handschuhe und Haube. Den meisten Hunderassen, vor allem jene mit dickem und langem Fell, macht die Kälte nichts aus. Dennoch gibt es Vierbeiner, die im Winter schnell frieren können. Dazu gehören vor allem kleine oder rassebedingt schlanke Tiere, sehr junge oder sehr alte Hunde, kranke oder geschorene Fellnasen bzw. Tiere mit grundsätzlich dünnem Fell oder südländischer Herkunft.

Wenn Ihr Liebling friert, ist das optisch leicht zu erkennen. Er zittert, nimmt eine verkrampfte, steife Körperhaltung ein und drückt sich an Ihr Bein. Klare Zeichen, die daraufhin weisen, alsbald in die warme Stube zurückzukehren. Viele Tierbesitzer kleiden ihre Fellnasen in schicke Mäntelchen oder Pullover, um ihren besten Freund vor der Kälte zu schützen, aber wussten Sie, dass man auch mit der Ernährung Kälteempfindlichkeit gut entgegenwirken und so Ihrem Vierbeiner den Aufenthalt im Freien angenehmer gestalten kann?

Die TCM (Traditionell Chinesische Medizin) bietet eine Menge an wärmespendender Nahrung - auch für unsere lieben Vierbeiner. Jedem Nahrungsmittel werden so energetische Eigenschaften, die das Gleichgewicht des Körpers beeinflussen, zugewiesen. Diese werden nach ihren eigenen Temperaturwerten entweder als kühlend, wärmend, neutral, kalt oder heiß bezeichnet. Ebenso gibt es in der TCM eine Zuordnung nach dem Yin/Yang-Prinzip. Nahrungsmittel, die Yin zugeordnet sind, haben so einen eher kühlenden, erfrischenden Effekt, während Nahrungsmittel, die Yang zugeordnet sind, als eher von innen wärmend und Stoffwechsel anregend, gesehen werden. Wärmende Nahrungsmittel werden zudem auch zur Unterstützung des Kreislaufes und der Verdauung eingesetzt.

Wärmende Nahrungsmittel

Gerade im Winter sollten man daher zu wärmenden Nahrungsmitteln greifen und diese bei der Futterzusammenstellung beachten. Vor allem für vierbeinige "Zitteraale" sind diese Nahrungsbestandteile ein sehr willkommende Unterstützung. Für die Zubereitung ist jedoch wichtig zu wissen, dass diese nicht unbedingt gekocht oder heiß verfüttert werden müssen. Auch Barfer können diese Nahrungsmittel jederzeit einsetzen und so ihr rohes Menü entsprechend wärmend gestalten.

Hier ist unsere Übersicht an wärmenden Nahrungsmitteln, die das sogenannte Verdauungsfeuer anregen:

PROTEINE:
Huhn, Wild, Kaninchen, Fasan, Lamm, Schaf, Ziege, Innereien wie Leber und Nieren, Lachs

MILCHPRODUKTE:
Schafmilch, Schafmilchjoghurt, Schafkäse, Ziegenmilch, Ziegenmilchjoghurt, Ziegenkäse

GETREIDE:
Hafer, Reis, Buchweizen, Dinkel, Roggen, Polenta

GEMÜSE:
Süßkartoffeln, Kürbis, rote Beete, Wurzelgemüse, Pastinake, rote Rüben, Kartoffeln

OBST:
Marillen, Feigen, Aprikosen, Granatapfel, süße, überreife Äpfel, Kokos

NÜSSE:
Walnüsse, Sesam

KRÄUTER:
Ingwer (in Maßen füttern!), Basilikum, Dille, Fenchel, Rosmarin, Salbei, Thymian, Kurkuma, Melisse, Oregano, Petersilie, Eichenrinde, Brombeerblätter, Bockshornklee

ÖLE:
Kürbiskernöl, Rapsöl, Kokosöl, Walnussöl

ZUSÄTZE:
Muscheln- und Austernkalk, Tonerde

Sie haben Fragen zur Ernährung Ihres vierbeinigen Lieblings, dann freuen wir uns auf Ihre Nachricht unter: shop@mrandmrsdog.at


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