2016-06-16

Wenn der Garten zur Gefahrenquelle wird

VORSICHTIG! GIFTIG

Gefahren im Garten richtig einschätzen und darauf reagieren


Die Sonne lacht vom Himmel. Alles will jetzt raus in die Natur. Es wird gegartelt und bepflanzt. Alles soll perfekt sein. Auch unseren Hunden machen diese Outdoor Aktivitäten Spass! Sie erkunden nur allzu gern, unsere Gärten mit ihrer Fellnase und finden manchmal auch so manches Ungeniessbare äußerst interessant.

Damit der Aufenthalt im Garten nicht ins Auge geht, sollten Sie diesen mal genauer unter Lupe nehmen. Wir haben mögliche Gefahrenquellen für Sie zusammengefasst:

SCHNECKENKORN
Die kleinen blauen Kügelchen stechen nicht nur uns ins Auge, sondern auch unsere Hunde finden diese äußerst interessant. Schnell mal aufgeschleckt, kann das sogenannte Schneckenkorn oder auch Blaukorn genannt, schnell zu einem lebensbedrohlichen Notfall für den Hund werden. Vor allem Welpen und junge Hunde sind besonders gefährdet, da diese besonders neugierig sind.
Die Wirkung des Giftes setzt schnell ein und ist nicht immer eindeutig der Giftquelle zuzuordnen.
Erste Symptome zeigen sich bereits nach 30 bis 60 Minuten. Sehr häufig treten Muskelkrämpfe auf, die bis zu schweren epileptischen Anfällen reichen können. Die Tiere beginnen sehr stark zu hecheln und stark zähflüssig zu speicheln. Auch Erbrechen und Durchfall - meist bläulich gefärbt - können auftreten.
Erste Hilfe-Maßnahmen: Haben Sie den Verdacht, dass Ihr Hund Schneckenkorn aufgenommen hat, sofort zum Tierarzt! Wenn möglich auch eine Probe des Giftes mitnehmen.
Wer derartige Vorfälle vermeiden will, setzt am besten auf natürliche Methoden der Schneckenvermeidung bzw. beobachtet seinen vierbeinigen Liebling im Garten, damit dieser nichts aufnimmt.

GIFTPFLANZEN
Leider ist nicht immer alles, was so wunderschön blüht, auch ideal für unsere Fellnasen. Ob in der Natur oder im eigenen Garten oder auf der Terrasse, die folgenden wichtigsten Pflanzen und Blumen haben es in sich (Achtung - Gift!) und können unseren Hunden massiven Schaden zufügen, wenn sie diese fressen.
Alpenveilchen, Adonisröschen, Efeu, Einblatt, Engelstrompete, Goldregen, Herbstzeitlose, Hyazinthe, Immergrüner Buchsbaum, Mohn, Maiglöckchen, Narzisse, Mistel, Oleander, Palmfarn, Rhododendron, Rittersporn, Stechpalme, Tulpe, Tollkirsche, Wacholder

Vorsicht Gefahren im Garten

GRANNEN
Sie sind derzeit überall und lösen bei Hundebesitzern pure Panik aus! Getreidegrannen oder auch "Schliafhanseln" genannt, verfangen sich mit ihren Widerhaken gerne im Fell oder in der Haut unserer Lieblinge und bohren sich dann langsam ihren Weg durch die Unterwolle ins tieferliegende Gewebe. Bevorzugt findet man die Grannen in den Ohren, den langen Bein-, Bauch- und Brustfahnen, in den Achselhöhlen und auch an den Pfoten bzw. zwischen den Zehen. Diese Winzlinge sind nicht nur besonders schmerzhaft, sondern auch gefährlich, denn sie können Vereiterungen bis hin zu Blutvergiftungen auslösen. Wenn die Granne bereits tief sitzt, sollte dringend ein Tierarzt hinzugezogen werden.
Es empfiehlt sich, Gegenden mit Ährenwuchs zu meiden und den Hund nach jedem Spaziergang genau auf Grannen zu untersuchen und ihn wenn möglich auch zu bürsten. Die im Fell festsitzenden Grannen können so schnell und einfach entfernt werden. Um die Ohren zu schützen, empfiehlt sich das Tragen eines Ohrenschutzes - sogenannte Snoodies - die ein Eindringen der Grannen ausschließen.

INSEKTEN
Insekten haben im Sommer Hochsaison. Sie flattert, brummen, schweben in der Luft herum, finden aber auch den Wassernapf oder den Fressnapf unserer tierischen Lieblinge super interessant. Auf gleiches tierisches Interesse stoßen sie leider auch bei unseren Hunden. Es wird nach den missverstandenen Spielkameraden geschnappt und schlimmstenfalls diese auch geschluckt. Es gibt auch Hunde, die gerne in Erdnestern herumgraben. Dass Hummeln, Biene, Wespen, Bremsen und Hornissen das so gar nicht witzig finden, zeigen jeden Sommer unzählige Stiche und Bisswunden am Maul, Nase und Extremitäten unserer Fellnasen. Die Einstichstellen sollten immer auf eventuell verbleibende Stacheln untersucht und diese vorsichtig mit einer Pinzette entfernt werden. Die Einstichstelle dann intensiv kühlen. Hausmittelchen wie Essigwasser oder eine frisch aufgeschnittene Zwiebel können schnell natürliche Abhilfe schaffen. Auch die Bachblütenessenzen Olive und Crab Apple können helfen, die Gifte schnell aus dem Körper zu transportieren.
Was viele vielleicht aus eigener schmerzhafter Erfahrung kennen, die schnell anschwellenden Stiche und Bisse können auch beim Hund einen allergischen Schock auslösen. Lebensgefahr droht auch, wenn der Stich im Rachen des Tieres erfolgt. Unaufhörliches Würgen und Röcheln sind die Folge. In beiden Fällen muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden.

FUTTERNÄPFE IM FREIEN, LACKEN & DÜMPEL
Wenn es draußen heiß ist, braucht der Hund Flüssigkeit. Vor allem wenn er sich viel bewegt. Auch wenn Lacken und Dümpel sehr verlockende Wasserquelle für unserer Fellnasen sind, sollte man es tunlichst vermeiden, sie aus diesen trinken zu lassen. Diese "stehenden" Gewässer sind ein Brutherd an Bakterien und Parasiten. Mit nur einem Schluck können diese schnell vom Hund aufgenommen werden und das kann zu schweren Erkrankungen führen.
Gleiches gilt für Trinknäpfe im Außenbereich - vor allem für jene, die von mehreren Hunden gleichzeitig benutzt werden. Diese sollten mehrmals täglich gereinigt und immer wieder mit frischem Wasser aufgefüllt werden. Besser immer eine Wasserflasche für den Hund mitnehmen und ihm immer wieder zum Trinken anbieten. Ihrem Hund zuliebe ;)

Sie haben Fragen zu diesem Thema? Dann schreiben Sie uns an blog@mrandmrsdog.at. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht!


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