2016-08-12

Einfach Beerig

EINFACH BEERIG

Diese süssen Früchtchen lieben unsere Hunde


Der Sommer bietet neben Sonnenschein, warmen Temperaturen und jeder Menge Outdoor-Spass auch ernährungstechnisch so manches Highlight für unsere Fellnasen. Vor allem die Beeren sind es, die unseren Hunden besonders gut schmecken.

Wer einen Garten hat oder in der Nähe von Wald und Wiese wohnt, hat seinen Vierbeiner sicher schon mal beobachtet, wie er die eine oder andere Beere vom Strauch geklaut und genüsslich vernascht hat. Recht so, denn die süßen Früchtchen sind nicht nur wahre Vitaminbomben, sondern gleichzeitig auch eine schmackhafte Bereicherung für jedes Hundemenü.

Aber welche Arten von Beeren dürfen unsere Hunde eigentlich fressen, und bei welchen ist eher Vorsicht geboten? Wir haben den beerigen Überblick!

HIMBEEREN

Himbeeren wurden schon von amerikanischen Ureinwohnern als Heilmittel (Gelenkschmerzen, Bauchbeschwerden) eingesetzt. Himbeeren entwässern und entgiften den Organismus des Hundes, weswegen sie auch gerne bei Nieren- und Blasenproblemen zum Einsatz kommen. Die Beeren unterstützen auch sanft bei Verstopfung und fördern die Verdauung. Sie helfen der Leber bei der Entgiftung.

ERDBEEREN

Die Königin der Beeren verfügt über mehr Vitamin C als eine Zitrone. Sie regt den Appetit an und kann hervorragend gegen Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Durchfall eingesetzt werden. Die enthaltenen B-Vitamine fördern ein schönes Fell und eine gesunde Haut sowie wirken sich positiv auf die Wundheilung aus. Das enthaltene Natrium bindet Säuren im Körper (ideal bei Arthrose und arthritische Beschwerden). Bei Erdbeeren sollte man jedoch darauf achten, dass diese nur überreif verfüttert werden.

HEIDELBEEREN

Die blauen Kugeln werden als Geheimwaffe der Natur bezeichnet. Man sagt Heidelbeeren eine tolle Wirkung gegen Durchfall nach, da sie schädliche Bakterien und Viren abtöten. Die Beeren eignen sich auch hervorragend als Beigabe zum Futter, wenn der Hund nervös ist oder unter starkem Stress steht, da diese sehr beruhigend wirken. Aufgrund ihrer wertvollen Antioxidantien sagt man ihnen auch eine Anti Aging Funktion nach, die sich besonders bei älteren Hunden positiv auswirken kann.

 
Einfach beerig

STACHELBEEREN

Die mittlerweile immer seltener werdende regionale Frucht kann auch an unsere vierbeinigen Lieblinge verfüttert werden. Sie hat eine stark reinigende Wirkung auf den Darm und regt diesen sanft an. Sie aktivieren die Entschlackung und Entgiftung im Körper des Hundes. Selbst Venen und Arterien werden durch die süße Frucht gestärkt.

BROMBEEREN

Brombeeren finden sich nicht nur im Garten, sondern auch in der freien Natur. Sie verfügen über einen hohen Gehalt an Vitamin C und Karotin und wirken sich dadurch sehr positiv auf das Immunsystem aus. Brombeeren entgiften die Leber und fördern die Verdauung. Sie sind unter anderem auch schleimlösend und entzündungshemmend und werden daher gerne als natürliche Unterstützung bei Heiserkeit, Mandelentzündungen und Husten eingesetzt.

HOLUNDERBEEREN

Diese schwarzen Beeren eignen sich für unsere Fellnasen in roher Form nicht. Ein Verzehr kann zu Problemen im Verdauungstrakt führen und dem Hund schaden.

JOHANNISBEEREN

Die mitunter sauren Beeren bestechen durch ihre tolle Wirkung auf den Hundeorganismus. Sie sind wahre Vitaminbomben und stärken so die Abwehrkräfte. Die roten und blauen Pflanzenfarbstoffe haben eine heilungsfördernde Wirkung auf die Zell-, Drüsen- und Stoffwechselfunktion. Sie wirken harntreibend und blutreinigend und werden gerne als Hilfsmittel gegen akuten Durchfall eingesetzt. Obendrein stärken sie das Herz und die Muskeln und wirken zudem beruhigend. Johannisbeeren sollten saisonal und nur in Massen verfüttert werden.

BEERENSTARKE TIPPS

> Beeren sollten generell immer reif bzw. auch überreif verfüttert werden.
> Bitte in Maßen füttern, da diese Zucker enthalten.
> Probieren Sie zunächst eine Beerensorte aus und schauen Sie wie Ihr Hund verdauungstechnisch darauf reagiert und ob die Frucht überhaupt angenommen wird. Manche Hunde bevorzugen eher süsse Beeren, andere wiederum eher saure Varianten.
> Beeren vor der Fütterung gut waschen, damit die Früchte von eventuellen Schadstoffen befreit werden.
> Finger weg von Beeren mit Schimmelbildung – die schimmeligen Stellen können toxisch wirkende Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze enthalten.
> Beeren haben den Vorteil, dass man sie stückchenweise verfüttern kann. Daher eignen diese sich auch besonders gut als Leckerli für den Hund.
> Achten Sie beim Kauf vorzugsweise auf regionale Produkte – idealerweise aus biologischem Anbau.

Lust auf ein tierisch gutes Frühstück? Dann haben wir hier eine köstliche Rezeptidee für Ihren Vierbeiner:

Beeriges Frühstückchen

REZEPT
BEERIGES FRÜHSTÜCKCHEN

Zutaten:
1 Becher Topfen
Beerenmix aus Brombeere, Himbeere und Erdbeere
(Menge jeweils angepasst auf die Größe des Hundes)
1/2 TL Manuka Honig

Zubereitung:
Topfen in den Napf geben und alle Zutaten gut unterrühren.

 
Wir wünschen Ihnen noch einen beerenstarken Sommer!


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