2017-01-20

Krillöl

ALLES KRILL, ODER WAS?

... und warum Krill zu den Super-Antioxidantien zählt

Nahrungsergänzungen für Hunde sind gefragter denn je. Von Superfoods bis hin zu speziellen Ölmischungen - es gibt mittlerweile unüberschaubar Vieles am Markt, das unbedingt seinen Weg in unseren Hundenapf finden sollte.
Einer besonderen Quelle aus dem arktischen Meer wird jedoch seit Kurzem wieder große Aufmerksamkeit geschenkt: Krill.

Wir haben uns diese Wunderwaffe der Natur mal genauer angesehen.

NATURPOWER AUS DER ANTARKTIS

Krill, das ist geballte Lebenskraft aus den reinen Gewässern der Antarktis, wo die kleine Krebsart mit dem lateinischen Namen Euphausia superba in großen Schwärmen lebt.
Der Begriff Krill stammt aus dem Norwegischen und bedeutet so viel wie „Walfutter“– was die Kleinkrebse tatsächlich vorrangig sind. Krillschwärme bilden im Meer eine gigantische Biomasse, die weit über hundert Millionen Tonnen wiegt. Das so unvergleichliche Öl des Krills steht ebenso für Kraft wie für Reinheit, denn die kleinen Krebse ernähren sich von Phytoplankton, also rein pflanzlich. Phytoplankton ist ein Powerpaket an wertvollen Nährstoffen – denn es enthält Mineralstoffe, Spurenelemente, Kohlenhydrate, ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Ballaststoffe, die der Krill mit der Nahrung in sich aufnimmt.
Ein weiteres Plus: Da der Krill ganz am Anfang der Nahrungskette steht, ist er weder mit Schadstoffen noch mit Schwermetallen belastet.

OXIDATIVER STRESS & SEINE AUSWIRKUNGEN

Oxidativer Stress ist der Zustand, bei dem die im Hundekörper anfallenden Freien Radikale nicht mehr ausreichend durch Antioxidantien abgefangen werden können. Die Folge können unter anderem Entzündungsprozesse, aber auch Auslöser für unterschiedlichste Erkrankungen sein.

Neue Studien zeigen sogar, dass vor allem Entzündungen die Hauptursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis, Krebs, Allergien, Diabetes, Rheuma, erhöhte Blutfette und Nervenerkrankungen sind, den Alterungsprozess deutlich beschleunigen und das allgemeine Wohlbefinden des Tieres entscheidend beeinträchtigen können.

Antioxidans

 
OMEGA 3 UND ASTAXANTHIN - MIT DER KRAFT DER NATUR

Das flüssige Gold, wie Krill gerne genannt wird, ist eine sehr hochwertige Alternative zu herkömmlichen Fischöl, liefert dem Hundekörper nicht nur lebenswichtige Omega-3 Fettsäuren in besonders leicht verwertbarer Form, sondern auch Phospholipide, die im Krillöl an die Omega-3-Fettsäuren gebunden sind. So gelangen sie ungehindert und direkt in die Zellmembrane und können vom menschlichen Organismus optimal aufgenommen und verwertet werden. Ganz besonders herausragend gilt allerdings das Super-Antioxidans genannt Astaxanthin, das aktiv oxidativem Stress entgegenwirkt und den Hundeorganismus effektiv vor Degeneration und Alterung schützen kann.

Die in Krill enthaltenen essenziellen und besser verwertbaren Omega 3 Fettsäuren schließen Versorgungslücken beim Hund. Zudem ist das Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren ein besonders günstiges.
Es unterstützt die Herzgesundheit und reduziert Entzündungen sowie damit verbundene Schmerzen - auch bei arthrotischen Erkrankungen, Arthritis und bei Steifigkeit der Gelenke.

Durch den hohen Gehalt an Astaxanthin aus der Alge, von denen sich der Krill ernährt, gilt das aus Krill gewonnene Öl auch als rotes Naturwunder, da der sekundäre Pflanzenstoff Astaxanthin Krill und anderen Schalentieren nicht nur ihre leuchtende rote Farbe verleiht, sondern vor allem ein stark wirkendes Antioxidans mit hoher Bioverfügbarkeit und ein äußerst kraftvoller Radikalfänger ist.
Astaxanthin besitzt zudem die seltene Fähigkeit, die Blut-Hirn-Schranke überwinden zu können. Es ist deshalb in der Lage, das zentrale Nervensystem, Immunsystem, Augen und Gehirn positiv zu beeinflussen.
Obendrein ermöglicht die einzigartige Struktur von Astaxanthin eine lange Aktivität im Körper.

ÜBRIGENS...

Bei der Herstellung von Krill Öl wird pro Jahr nur ein geringer Teil des gesamten Krill-Bestandes gefangen und ist auf 0,03% der Gesamtmasse jährlich beschränkt. Durch die schnelle Vermehrung der Krill, läuft man so nicht Gefahr diese Tierart zu überfischen. Regelmässige Kontrollen durch den WWF und andere Institutionen werden durchgeführt.










2016-12-17

Im Gespräch

IM GESPRÄCH MIT

Psychologin, Autorin und ganzheitliche Hundetrainerin
Mag. Alexandra Wischall-Wagner

Alle Jahre wieder... jeder kennt den typischen Trubel vor und zu den Feiertagen! Weihnachtsgeschenke müssen gekauft, der eine oder andere Weihnachtsmarkt sollte abgeklappert, Weihnachtskekse ins Rohr verfrachtet und der Heilige Abend geplant werden. Nicht zu vergessen: Familie und Freunde kommen zu Besuch! Der alljährliche Stress hinterlässt aber nicht nur bei uns seine Spuren, sondern auch bei unseren Haustieren.

Wir haben Hunde-Expertin Mag. Alexandra Wischall-Wagner von Freud & Hund zu diesem aktuellen Thema zum Gespräch gebeten.

Mr. & Mrs. Dog: Wie kann man der Reizüberflutung beim Hund zu den Festtagen positiv entgegenwirken?

Alexandra Wischall-Wagner: Bereits vorbeugend für Ruhe und Entspannung sorgen. Ihre Lieblinge können gerne zu Hause bleiben während Sie die letzten Einkäufe im Weihnachtstrubel erledigen oder mit Freunden einen Punschstand besuchen. Entschleunigen Sie gemeinsam zu Hause bei guter Musik und lecker Keksen. Ihr Hund wird es lieben.

Mr. & Mrs. Dog: Viele Junghunde begehen heuer ihr erstes tierisches Weihnachtsfest. Gibt es Ratschläge für ein sorgloses Weihnachtsfest, die Sie vor allem Ersthundebesitzer mitgeben möchten?

Alexandra Wischall-Wagner: Stets daran denken – (besonders dunkle) Schokolade und auch Birkenzucker sind für Hunde hoch giftig und bereits in geringen Mengen tödlich. Denken Sie bei der Wahl des Christbaumschmuckes bitte an Ihren vierbeinigen Freund und lassen Sie ihn nicht mit Weihnachtsdekoration alleine. Umstürzende Bäume, Haken, mit denen der Schmuck angebracht wird, brennende Kerzen und unbekömmliche Knabbereien können schnell lebensbedrohlich werden. Schokodekoration (wenn überhaupt) nur an hohen Stellen anbringen! Achten Sie darauf, dass Ihr Hund sich keinen brennenden Kerzen nähert und lassen Sie nichts am Boden liegen, was Ihr kleiner Weihnachtstiger verschlucken kann. Am besten machen Sie ihn bereits vor dem großen Fest mit dem Baum und den Päckchen vertraut, sodass bei der Bescherung nicht bereits alle Geschenke ausgepackt wurden.

Mr. & Mrs. Dog: Wie verbringt eigentlich eine Hundeverhaltenstrainerin die Feiertage mit ihren Fellnasen?

Alexandra Wischall-Wagner: Wie jedes Jahr feiern wir im engsten Familienkreis – unsere drei Hunde sind selbstverständlich mit dabei. Auch sie bekommen kleine Geschenke, die sie auch selbst auspacken dürfen. Während wir Menschen uns dann über leckeres Raclette her machen, verspeisen die Hunde genüsslich eine Weihnachtstorte von Mr. & Mrs. Dog ;-)

Im Gespräch

Mr. & Mrs. Dog: Bei vielen Kindern ist der Wunsch, zu Weihnachten einen Hund geschenkt zu bekommen, sehr groß. Doch auch wenn süße Hundewelpen Kinderherzen im Sturm erobern, sollten Eltern verantwortungsvoll handeln. Was raten Sie Eltern, wenn ein derartiger Wunsch auf der Weihnachtsliste steht?

Alexandra Wischall-Wagner: Den Kleinen schon unterm Jahr liebevoll erklären, dass Tiere Lebewesen und keine Weihnachtsgeschenke sind. Häufig unterschätzen Eltern die Bedürfnisse eines Hundes und sind dann überrascht, wenn es zu Schwierigkeiten kommt. Bitte informieren Sie sich als Eltern vorab bei einem Hundeverhaltenstrainer, was ein Hundekind wirklich braucht. Sollte der Wunsch einen Hund zu adoptieren auch unterm Jahr und über längere Zeit hinweg bestehen bleiben, kann über den Familienzuwachs genauer nachgedacht werden. Oftmals ist hier die Adoption eines älteren Hundes in Erwägung zu ziehen. Ein Hundekind braucht viel Zuwendung, eine verlässliche (erwachsene) Bezugsperson und eine stabile Umgebung, wenn es langsam (aber sicher) in die Pubertät kommt. Respektieren Sie bitte den Wunsch Ihres Kindes nach einem tierischen Freund, informieren Sie sich aber auch ausreichend bei ausgebildeten Trainern. Als Weihnachtsgeschenk ist ein plüschiges Stofftier sicher besser geeignet.

Mr. & Mrs. Dog: Strittiges Thema: Weihnachtsgeschenke für den Hund - welche Geschenke sind für Hunde sinnvoll? Bekommen Ihre Vierbeiner auch Geschenke?

Alexandra Wischall-Wagner: Wir beschenken unsere Hunde sehr gerne. Im Winter freuen sich kurzhaarige, ältere oder gehandicapte Tiere über warme Pullover oder Jacken, kuschelige Liegedecken oder flauschige Spielzeuge. Mit leckeren Knabbereien kann man ebenso große Freude bereiten. Achten Sie hier  auf die Qualität der Inhaltsstoffe und füttern Sie nicht zu viel auf einmal!

Mr. & Mrs. Dog: Sie sind Autorin des Buches "Gesund mit Hund" - haben Sie Tipps für unsere Leser, um einen eventuellen Feiertagsspeck im Mensch-Tier-Team schnell wieder los zu werden? 

Alexandra Wischall-Wagner: Bleiben Sie möglichst in Bewegung. Es kann ruhig einmal über die Stränge geschlemmt werden. Wirklich dick werden wir nicht zwischen Weihnachten und Silvester, sondern zwischen Silvester und Weihnachten. Planen Sie am besten ausgiebige Spaziergänge ein, bereiten Sie sich selbst und Ihrem Hund Freude mit der Ausführung eines Hobbies wie zB Dummytraining oder einer tollen Fährte. Essen und feiern Sie ohne schlechtes Gewissen – und sorgen Sie danach wieder für mehr Balance und Bewegung.

Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen ein tierisch frohes Weihnachtsfest!

2016-10-10

Futterverweigerer

NEIN, MEIN FUTTER FRESS ICH NICHT!

Über Futterverweigerer und ganz besonders tierische Gourmets

Wer denkt, dass es nur unter uns Menschen ganz besonders mäkelige gibt, irrt. Auch bei Hunden kommt es vor, dass das Futter plötzlich verweigert wird oder Suppenkaspar ähnliche Verhaltensweisen gezeigt werden.

Was viele aber nicht wissen ist, dass es meistens einen oder sogar mehrere Gründe hat, warum Hunde nicht mehr fressen wollen.

Zu allererst muss hier abgeklärt werden, ob ein gesundheitliches Problem vorliegt. Ein Besuch beim Tierarzt bringt hier rasch Aufschluss (z.B. Verletzung im Maul, Zahnschmerzen, Verdauung, etc.).

Liegt kein medizinischer Grund vor, gibt es eine Reihe an weiteren Ursachen, warum das Futter abgelehnt wird.
Wir haben einen Überblick zusammengestellt und zeigen Wege aus der futtertechnischen Misere:

➜ Der Hund ist einfach satt.
Wir Menschen neigen dazu, gerne zu füttern. Das ist auch gut so!
Wenn man seinen Hund zu oft und zuviel belohnt (Stichwort: Leckerlis!), stellt sich irgendwann ein natürliches Sättigkeitsgefühl ein und der Hund rümpft über seinem Napf dann die Nase. Warum? Weil Leckerlis einfach toller sind!
Leckerlis sollten jedoch nie eine tägliche Mahlzeit für den Hund ersetzen. Als Richtwert für Leckerlis gilt max. 10% der täglichen Futtermenge.

➜ Zuviel des Guten
Sooft wie möglich das Futter bzw. die Futtersorten zu wechseln, ist eine menschliche Angewohnheit. Denn Mensch denkt, dass Hund beim Futter ebenso viel Abwechslung wie Herrchen und Frauchen braucht. Fakt ist jedoch, dass Hunde grundsätzlich keine Abwechslung beim Futter benötigen. Der sensible Magen-Darm-Trakt kann bei raschem Futterwechsel mit Stress und damit verbundenen Verdauungsproblemen oder wird das Spiel zu weit getrieben, sogar mit Mäkelei reagieren (Warum? Dazu weiter unten!). Es empfiehlt sich, eine sinnvolle und vor allem langsame Abwechslung anzubieten. Sprechen Sie diesbezüglich mit Ihrem Tierernährungsberater über die Erweiterung des Menüplans Ihres Lieblings.

➜ Hormonelle Schwankungen
Ob Läufigkeit oder Scheinträchtigkeit - hormonelle Schwankungen können sich auch auf das Fressverhalten des Hundes auswirken. Sowohl bei Hündinnen wie auch bei Rüden kann diese Phase eine Änderung beim Fressen bewirken. Diese Fressunlust sollte aber nur vorrübergehend sein und normalisiert sich nach einiger Zeit wieder.

➜ Klimatische Veränderungen
Wenn es draußen heiß ist, ist es ganz normal wie auch bei uns Menschen, dass wir weniger essen oder unsere Mahlzeit auf den kühlen Abend verlagern. Das kann auch bei Hunden zutreffen. Gerne wird hier eine Mahlzeit mal ausgelassen, weil dem Hund einfach zu warm ist.

➜ Veränderungen im sozialen Umfeld
Hunde reagieren schnell auf Änderungen im sozialen Umfeld und sind entsprechend ihrer hohen Bindung oft Spiegelbild von uns Menschen. Sind wir sehr gestresst oder besonders emotional (Tod eines Menschen, Umzug, Trennung,...), kann sich das auch auf unseren Hund übertragen. Die Folge: Der Hund erklärt sich solidarisch und fühlt mit. Der tierische Appetit bleibt aus.

➜ Änderung in der Futterzusammensetzung/Futtermethodik
Ein Hund merkt sofort, wenn sich etwas bei seinem Futter geändert hat. Ob es nun die Futtermethodik ist (Umstellung z.B. Trockenfutter auf Barf) oder ob sich direkt etwas in der Futterrezeptur geändert hat - es kann passieren, dass es dem Hund einfach nicht mehr schmeckt oder er mit dem neuen Futter nichts anzufangen weiss.
Auch bei Fertigfutter kann es sein, dass der Hersteller unangekündigt Rezepturen verändert oder die Qualität angepasst wird. Sensible Hunde merken das sofort, und können mit Verweigerung auf das Futter von einem Tag auf den anderen reagieren.

➜ Material des Futternapfs & Napfhygiene
Was viele Hundebesitzer nicht wissen: Hunde reagieren auch auf das Material des Futternapfes. Hat dieses einen seltsamen Eigengeruch (billige Plastiknäpfe, undefinierte Metallschüsseln,...) oder verändert sich durch das Futternapf-Material sogar der Geschmack des Futters, kann dieses vom Hund abgelehnt werden. Materialien ohne sogenannten "Eigengeschmack" sind zum Beispiel hochwertige Futternäpfe aus Keramik, Porzellan oder Glas.
Auch die Napfhygiene spielt bei Futterverweigerern eine große Rolle. Futterreste, Wasser, aber auch der Speichel des Hundes hinterlassen Spuren am/im Napf, die schnell unhygienisch werden können. Es bilden sich im Nu Bakterien, die den Napf verunreinigen. Wird nicht auf eine ausreichende Napfhygiene geachtet, kann der Hund schon mal weiteres Futter im Napf ablehnen. Es empfiehlt sich daher, Näpfe zweimal täglich gründlich sauber zu machen.

➜ Anerzogene Mäkelei
Oft ist Fressunlust aber auch anerzogen. Wir Menschen neigen dazu, äusserst sensibel darauf zu reagieren, wenn unser Wauzi das Futter verschmäht. Das Ergebnis: das Futter wird solange angepasst oder ausgetauscht, bis unser vierbeiniger Liebling wieder frisst. Der Hund lernt so schnell zu mäkeln. Denn: es könnte ja immer was Besseres nachkommen! Die Folge: der Hund verschmäht bald jedes noch so liebevoll zubereitetes Essen.

Futterunlust

Was kann man aber tun, um seinem Hund die natürliche Lust am Fressen wieder zu lernen?

Mit diesen einfachen Regeln wird Ihr tierischer Suppenkaspar wieder zu schlemmen beginnen:

✓ Halten Sie feste Fütterungszeiten ein!

✓ Lassen Sie Ihrem Hund Zeit zum Fressen - das Futter soll Genuss sein und kein Stress!

✓ Beobachten Sie Ihren Hund nicht beim Essen! Verlassen Sie notfalls den Raum oder überlassen Sie die Fütterung einem anderen Familienmitgelied.

✓ Frisst Ihr Hund seine Mahlzeit nicht innerhalb von 10 Minuten, nehmen Sie ihm das Futter weg und bieten es (gleiches Futter!) etwas später wieder an. Wenn es nicht klappt, lassen Sie einfach eine Mahlzeit auch.
(Keine Sorge, es ist noch kein Hund vor der vollen Futterschüssel verhungert!)

✓ Ersetzen Sie Futter nicht durch Leckerlis oder Essen vom Tisch!

✓ Vermeiden Sie zu häufigen Futterwechsel!

✓ Überdenken Sie das Material des aktuellen Futternapfs!

✓ Geben Sie die neuen Futterrichtlinien auch allen Familienmitgliedern bekannt!

Eine gute (Fr)esskultur ist somit für den Hund oft schon die halbe Miete und führt meistens rasch zum Erfolg.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Freude beim Ausprobieren!
Sollten Sie Fragen zu der Ernährung Ihres Hundes haben, freuen wir uns auf Ihre Nachricht an blog@mrandmrsdog.at.

2016-09-23

Hilfe meinem Hund ist kalt

Hilfe, meinem Hund ist kalt!

Wie man mit der richtigen Ernährung Hunden Wärme geben kann

 
Leider hat sich dieser traumhafte Sommer schon verabschiedet und die Temperaturen rasseln langsam aber doch wieder in den Keller. Und nicht nur wir Menschen reagieren sensibel auf die frische Herbstluft, sondern auch so manche Fellnasen.

Wenn die Anzeige am Thermometer auch nur ein wenig nach unten sinkt, gibt es bereits Hunderassen wie zum Beispiel das Windspiel oder auch Chihuahuas, denen es schnell mal zu kühl wird. Auch Welpen und junge Hunde frieren schneller als adulte Hunde.
Die Folge: der Hund geht nur unwillig nach draußen, zittert und verkriecht sich lieber in einem dicken Berg voller Decken.

Abgesehen von wärmenden Accessoires kann man jedoch auch ernährungstechnisch sehr viel bewegen. Eine speziell auf Wärme ausgerichtete Ernährung nach den 5 Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin bietet eine Reihe an Lebensmitteln an, die schnell Wärme von Innen liefern.

Es sind vor allem Nahrungsmittel, die in kälteren Erdregionen wachsen, also wenig Sonnenwärme während des Wachstums bekommen, die als warm und heiße Nahrungsmittel bezeichnet werden. Sie wärmen den Körper.
Nahrungsmittel aus warmen Erdregionen, die viel Hitze abbekommen haben, gelten als thermisch kalt und kühlen den Körper ab.

Wir haben für Sie eine Liste an thermisch warmen Lebensmitteln zusammengestellt, die Ihrem vierbeinigen Liebling dabei helfen können, die noch kommenden kalten Tage gut zu überstehen und bei innerer Kälte helfen:

Proteinquellen:
Huhn
Schaf, Lamm, Ziege
Fasan
Hirsch
Fisch (Kabeljau, Lachs)
Milchprodukte (Ziegenkäse, Ziegenmilch, Schafsmilch)

Obst, Gemüse:
Kokos
Kürbis
Pfirsch
Aprikose
Fenchel
Karotten
Süßkartoffeln
Ingwer

Getreide:
Reis
Amaranth
Hirse
Buchweizen
Hafer

Wärmendes Menü für den Hund

Ein Schuss Würze
Eine Kombination der Nahrungsmittel mit den richtigen Gewürzen, tonisiert den mittleren Erwärmer im Hundekörper, regt alle Körperfunktionen an und wirkt so der Kälte sehr gut entgegen.

Wärmende Gewürze:
Bockshornklee
Curcuma
Oregano
Thymian
Basilikum
Majoran
Petersilie

Futtertemperatur
Des Weiteren ist auch die Temperatur der Mahlzeit ein wichtiger Faktor, um den Hundekörper Wärme zu geben. So eignen sich vor allem Mahlzeiten, die dem Magen gekocht oder kurz angebraten oder einfach in Körpertemperatur (ca. 37 Grad) zugeführt werden, als ideal, da diese vom Körper nicht mehr auf Körperkerntemperatur gebracht werden müssen.

Sollten Sie Fragen zu der thermischen Zusammenstellung der Mahlzeiten für Ihren Hund haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne unter blog@mrandmrsdog.at zur Verfügung.

Wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund eine wunderschöne Herbstzeit!

2016-08-12

Einfach Beerig

EINFACH BEERIG

Diese süssen Früchtchen lieben unsere Hunde


Der Sommer bietet neben Sonnenschein, warmen Temperaturen und jeder Menge Outdoor-Spass auch ernährungstechnisch so manches Highlight für unsere Fellnasen. Vor allem die Beeren sind es, die unseren Hunden besonders gut schmecken.

Wer einen Garten hat oder in der Nähe von Wald und Wiese wohnt, hat seinen Vierbeiner sicher schon mal beobachtet, wie er die eine oder andere Beere vom Strauch geklaut und genüsslich vernascht hat. Recht so, denn die süßen Früchtchen sind nicht nur wahre Vitaminbomben, sondern gleichzeitig auch eine schmackhafte Bereicherung für jedes Hundemenü.

Aber welche Arten von Beeren dürfen unsere Hunde eigentlich fressen, und bei welchen ist eher Vorsicht geboten? Wir haben den beerigen Überblick!

HIMBEEREN

Himbeeren wurden schon von amerikanischen Ureinwohnern als Heilmittel (Gelenkschmerzen, Bauchbeschwerden) eingesetzt. Himbeeren entwässern und entgiften den Organismus des Hundes, weswegen sie auch gerne bei Nieren- und Blasenproblemen zum Einsatz kommen. Die Beeren unterstützen auch sanft bei Verstopfung und fördern die Verdauung. Sie helfen der Leber bei der Entgiftung.

ERDBEEREN

Die Königin der Beeren verfügt über mehr Vitamin C als eine Zitrone. Sie regt den Appetit an und kann hervorragend gegen Verdauungsstörungen wie Blähungen oder Durchfall eingesetzt werden. Die enthaltenen B-Vitamine fördern ein schönes Fell und eine gesunde Haut sowie wirken sich positiv auf die Wundheilung aus. Das enthaltene Natrium bindet Säuren im Körper (ideal bei Arthrose und arthritische Beschwerden). Bei Erdbeeren sollte man jedoch darauf achten, dass diese nur überreif verfüttert werden.

HEIDELBEEREN

Die blauen Kugeln werden als Geheimwaffe der Natur bezeichnet. Man sagt Heidelbeeren eine tolle Wirkung gegen Durchfall nach, da sie schädliche Bakterien und Viren abtöten. Die Beeren eignen sich auch hervorragend als Beigabe zum Futter, wenn der Hund nervös ist oder unter starkem Stress steht, da diese sehr beruhigend wirken. Aufgrund ihrer wertvollen Antioxidantien sagt man ihnen auch eine Anti Aging Funktion nach, die sich besonders bei älteren Hunden positiv auswirken kann.

 
Einfach beerig

STACHELBEEREN

Die mittlerweile immer seltener werdende regionale Frucht kann auch an unsere vierbeinigen Lieblinge verfüttert werden. Sie hat eine stark reinigende Wirkung auf den Darm und regt diesen sanft an. Sie aktivieren die Entschlackung und Entgiftung im Körper des Hundes. Selbst Venen und Arterien werden durch die süße Frucht gestärkt.

BROMBEEREN

Brombeeren finden sich nicht nur im Garten, sondern auch in der freien Natur. Sie verfügen über einen hohen Gehalt an Vitamin C und Karotin und wirken sich dadurch sehr positiv auf das Immunsystem aus. Brombeeren entgiften die Leber und fördern die Verdauung. Sie sind unter anderem auch schleimlösend und entzündungshemmend und werden daher gerne als natürliche Unterstützung bei Heiserkeit, Mandelentzündungen und Husten eingesetzt.

HOLUNDERBEEREN

Diese schwarzen Beeren eignen sich für unsere Fellnasen in roher Form nicht. Ein Verzehr kann zu Problemen im Verdauungstrakt führen und dem Hund schaden.

JOHANNISBEEREN

Die mitunter sauren Beeren bestechen durch ihre tolle Wirkung auf den Hundeorganismus. Sie sind wahre Vitaminbomben und stärken so die Abwehrkräfte. Die roten und blauen Pflanzenfarbstoffe haben eine heilungsfördernde Wirkung auf die Zell-, Drüsen- und Stoffwechselfunktion. Sie wirken harntreibend und blutreinigend und werden gerne als Hilfsmittel gegen akuten Durchfall eingesetzt. Obendrein stärken sie das Herz und die Muskeln und wirken zudem beruhigend. Johannisbeeren sollten saisonal und nur in Massen verfüttert werden.

BEERENSTARKE TIPPS

> Beeren sollten generell immer reif bzw. auch überreif verfüttert werden.
> Bitte in Maßen füttern, da diese Zucker enthalten.
> Probieren Sie zunächst eine Beerensorte aus und schauen Sie wie Ihr Hund verdauungstechnisch darauf reagiert und ob die Frucht überhaupt angenommen wird. Manche Hunde bevorzugen eher süsse Beeren, andere wiederum eher saure Varianten.
> Beeren vor der Fütterung gut waschen, damit die Früchte von eventuellen Schadstoffen befreit werden.
> Finger weg von Beeren mit Schimmelbildung – die schimmeligen Stellen können toxisch wirkende Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze enthalten.
> Beeren haben den Vorteil, dass man sie stückchenweise verfüttern kann. Daher eignen diese sich auch besonders gut als Leckerli für den Hund.
> Achten Sie beim Kauf vorzugsweise auf regionale Produkte – idealerweise aus biologischem Anbau.

Lust auf ein tierisch gutes Frühstück? Dann haben wir hier eine köstliche Rezeptidee für Ihren Vierbeiner:

Beeriges Frühstückchen

REZEPT
BEERIGES FRÜHSTÜCKCHEN

Zutaten:
1 Becher Topfen
Beerenmix aus Brombeere, Himbeere und Erdbeere
(Menge jeweils angepasst auf die Größe des Hundes)
1/2 TL Manuka Honig

Zubereitung:
Topfen in den Napf geben und alle Zutaten gut unterrühren.

 
Wir wünschen Ihnen noch einen beerenstarken Sommer!

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