2015-04-25

Bon(e) appetit!


Bon(e) appetit!


Jeder kennt das Bild vom Hund mit dem Knochen im Maul. Aber dennoch sind viele Hundebesitzer verunsichert, wenn es um das Thema Knochenfütterung geht. Sind Knochen nun gesund oder doch gefährlich? Wir klären auf!

Knochen zu füttern bietet dem Hund viele Vorteile und ist eine artgerechte und vor allem gesunde Beschäftigung für unsere Vierbeiner.
Knochen sind wertvoller Kalzium-, Eisen-, Fett-, Mineralien- und Enzymlieferanten. Sie bieten eine natürliche Methode zur Zahnreinigung und sind Trainingspartner für die Kopf- und Nackenmuskulatur. Zusätzlich kann sich der Magen gerade wegen dem langsamen Abnagen ideal auf die Verdauung vorbereiten und ein Sättigungsgefühl tritt früher ein.

Bei der Knochenfütterung gilt das oberste Gebot: wenn gefüttert, dann ausschließlich roh!
Gekochte, gebratene, gegrillte oder anders erhitzte Knochen sind für Hunde nicht geeignet, da sich durch die Hitze die Knochenstruktur verändert, diese schnell splittern und so zu ernsthaften Verletzungen führen können.
Ein weiterer Faktor, der zum Splittern eines Knochen führen kann, ist das Alter des Tieres, von dem er stammt. Je älter das Tier ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass seine Knochen mineralisieren und dadurch brüchig werden. Hunden sollten daher ausschließlich Knochen von jungen Tieren gegeben werden, denn diese sind noch weich und elastisch und splittern deshalb nicht.

An die Fütterung von Knochen sollten vor allem junge Hunde langsam gewöhnt werden. Am besten eignen sich für den Einstieg kleine, weiche Knochen, zum Beispiel Hühnerhälse. Sie splittern nicht, sind leicht zu zerbeißen und von Fleisch umhüllt. So wird genügend Magensäure produziert und eine Verdauung ohne Probleme ermöglicht.


Verfüttern Sie Knochen maßvoll, idealerweise einmal die Woche, da sie bei einer zu großen Menge zu hartem Kot führen können. Es entsteht der sogenannte "Knochenkot", ein harter, weißer Kot, der nur unter heftigem Pressen abgesetzt werden und zu Verstopfung führen kann.

Knochen sollten immer in einer hundgerechten Größe verfüttert werden. Das vermeidet, dass Ihr vierbeiniger Liebling sie nicht auf einmal herunterschlucken kann.
Besondere Vorsicht ist für unsere Hunde bei leckeren Markknochen geboten. In Scheiben geschnitten können diese beim Versuch diese auszulecken, über den Unterkiefer oder die Zunge gestreift werden. Unsere Fellnasen sind dann alleine oft nicht mehr in der Lage, sich zu befreien und verletzen sich bei dem Versuch den unwillkommenen Gast wieder loszuwerden.

Es empfiehlt sich, Knochen immer unter Aufsicht zu füttern.


Welche Knochen eignen sich besonders für die Fütterung?

Idealerweise sollten Knochen von Fleisch oder sogar Fell umgeben sein, da diese so besser verdaut werden können.
Hühnerhälse, Lammbrust/-beine, Kniegelenke, Ziegen- oder Lammrippen, Kalbsknochen, Kaninchenknochen, Fische mit Gräten, aber auch Geflügelknochen oder Rinderknochen von der Brust sind die Knochen der Wahl. Letztere sind zwar sehr gut verdaulich, enthalten allerdings meist weniger essentielle Fettsäuren als andere Knochen.
Keine Angst vor Geflügelknochen oder Fischgräten! Roh verfüttert sind diese ein besonderer Leckerbissen für Fellnasen.
Vorsicht ist bei Röhrenknochen geboten! Diese eignen sich nicht zur Fütterung von Hunden.

Knochen sind Bestandteil einer natürlichen Ernährung des Hundes. Wenn man also die oben genannten Punkte beachtet, steht einem entspannten Kauvergnügen nichts mehr im Wege!


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