2015-05-02

Hallo Nachwuchs - die richtige Ernährung für Welpen


HALLO NACHWUCHS!


Der Frühling ist nicht nur die Zeit, in der alles wieder erblüht und wächst, sondern auch Hochsaison für tierischen Nachwuchs. Nachdem ich diese Woche wieder einmal Zeugin davon werden durfte, welch wunderbares Erlebnis eine Hundegeburt sein kann, möchte ich heute gerne das Thema Ernährung von Welpen aufgreifen.
Vielleicht freut sich der eine oder andere von Ihnen ja gerade auf ein zukünftiges, vierbeiniges Familienmitglied, ist sich aber bezüglich der richtigen Ernährung des kleines Erdenwesens noch nicht sicher. Glauben Sie mir: Mir ging es vor einem Jahr genauso, als mein kleiner Cocker Spaniel-Welpe bei uns eingezogen ist. Man will nichts falsch machen und versucht, dem Welpen einen glücklichen Start in die Welt zu ermöglichen. Denn in diesem Lebensabschnitt entscheidet sich, ob aus Ihrem kleinen Welpen ein munterer, kräftiger und gesunder Hund wird.

Der Grundstein für ein gesundes, glückliches Hundeleben
Allen voran steht da natürlich eine ausgewogene Ernährung.
Mit der Ernährung der Welpen wird der Grundstein für die Entwicklung gelegt. Um den kleinen Schützling zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Menge an Nährstoffen zu versorgen, ist es daher notwendig, dass der körperliche Zustand Ihres Welpen und die Gesundheit stets kontrolliert werden.

Grundsätzlich gilt: Welpen benötigen ungefähr die doppelte Menge an Energie und Nährstoffen im Vergleich zum ausgewachsenen Hund. Da der Magen klein ist und dieser keine großen Futtermengen verkraftet, gleichzeitig aber ein hoher Nährstoffbedarf besteht, sollte die Fütterung in den ersten 2-3 Monaten 4-5 mal täglich, in den ersten 4-6 Monaten 3-4mal täglich und schließlich ab dem 6. Monat 2-3 mal täglich erfolgen.




Das Wichtigste bei der Welpen-Ernährung ist die Zusammensetzung des Futters. Es muss die richtigen Mengen im abgestimmten Verhältnis an Nährstoffen enthalten: Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe und Vitamine. Vor allem für Kalzium besteht ein größerer Bedarf. Dieses muss im Verhältnis zu Phosphor ausgeglichen sein, damit ein optimales Knochenwachstum unter dem Einfluss von Vitamin D stattfinden kann und sich der Welpe gut entwickelt.

Wenn man einen Welpen adoptiert, bekommt man neben Empfehlungen zur richtigen Pflege oft auch ein Ernährungs-Starterpaket überreicht. Hier lohnt es sich einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen, um sicher zu gehen, dass das Futter wirklich hochwertig (Lebensmittelqualität, artgerechte Rezepturen, natürliche Rohstoffe,...) ist und nicht zu einem Großteil aus Füllmaterialien wie Getreide, Rübenschnitzel, künstlich zugesetzten Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen oder sogar sensorischen Stoffen (Geschmacksverstärkern, Farbstoffen, etc.) oder Hydrolysaten besteht. Je natürlicher und qualitativer die Zusammensetzung des Futters ist, umso besser für Ihre kleine Fellnase.

Kommt der Welpe vom Züchter, ist er meist schon an eine bestimmte Nahrung gewöhnt. Möchten Sie dieses Futter wechseln, empfiehlt es sich zu warten bis sich der Welpe eingewöhnt hat und anschließend eine langsame Umstellung von bis zu 14 Tagen durchzuführen. Die neue Nahrung sollte dabei nach und nach beigemischt werden, selbst wenn Ihr Welpe es auf Anhieb frisst. Dadurch wird verhindert, dass der Magen von Welpen empfindlich reagiert oder sich sogar Durchfall einstellt.

Hallo Nachwuchs Terra Canis


Die Qual der richtigen Futterwahl - Selbst zubereiten, Trocken- oder Nassfutter?
Nicht jedes Hundefutter ist für die Fütterung von Welpen geeignet. Welpenfutter muss im Volumen eingeschränkt sein und damit die erforderlichen Nährstoffe in starker Konzentration enthalten. Entscheidet man sich für Frischfütterung bzw. für das Selbst zubereiten, muss man sich bewusst sein, dass hier entsprechendes Know-How vorhanden sein muss, um das richtige Mengenverhältnis für eine optimale Nährstoffversorgung zu finden. Dafür sollte man auf alle Fälle eine Tierernährungsberatung in Anspruch nehmen, um sicherzugehen, dass der Welpe ausreichend versorgt ist und es zu keinen Mangelerscheinungen kommt.
Vor allem für unerfahrene Welpenbesitzer ist hier eine speziell für die Bedürfnisse der Welpen abgestimmte Fertignahrung zu empfehlen. Diese enthält in der richtigen Dosierung alles, was ein heranwachsender Hund benötigt.

Achten Sie darauf, dass immer die vorgeschriebene Menge eingehalten wird. Gerade beim Trockenfutter kann es aufgrund der Nährstoffdichte schnell zu einer Überfütterung kommen, da zum einen die geringe Menge des Trockenfutters täuscht und zum anderen der Sättigungseffekt aufgrund des fehlenden Volumens erst später eintritt, da Trockenfutter erst im Magen zu quellen beginnt.
Bei der Fütterung von Feuchtfutter ist eine Überfütterung nicht so leicht möglich, da hier im Vergleich zum Trockenfutter der Sättigungseffekt durch den höheren Wassergehalt viel schneller eintritt.

Bitte füttern Sie stets in Zimmertemperatur und stellen Sie immer frisches Trinkwasser bereit vor allem in der warmen Jahreszeit sollte das ohnehin Standard sein. Die Näpfe sollten immer sauber sein.

Auch wenn man dem kleinen Welpen mit seinen Kulleräuglein kaum widerstehen kann, sollten Sie es vermeiden, Ihrem Hund etwas von Ihrem Essen abzugeben. Es versorgt ihn nicht mit den richtigen ausgewogenen Nährstoffen. Gehen Sie daher bei Welpen auch sparsam mit Leckerlis um. Zu viele davon können zu unerwünschter Gewichtszunahme oder einem Nährstoffungleichgewicht führen.

Ob Ihr Hund optimal ernährt ist, sehen Sie ihm an, denn ein gesunder Junghund hat ein schönes, glänzendes Fell, ist schlank, aber nicht mager. Er liebt es, sich zu bewegen und die Welt zu erkunden und kann gar nicht genug vom Spielen und Toben bekommen.
Wenn Sie also die oben genannten Tipps beherzigen, steht einem fröhlichen und gesunden Erwachsenwerden Ihres Schützlings nichts im Weg!

PS: Wenn Sie Fragen zur Ernährung Ihres Neuzugangs haben oder bei dem aktuellen Futter unsicher sind, können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden.
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