2015-04-03



HAPPY EASTER - aber bitte ohne Nebenwirkung!


Der Ostersonntag naht und dann heißt es, ab in den Garten oder auf die Wiese und Osterhasennester suchen. Jeder will der schnellste sein und am meisten finden. Auch für unsere Fellnasen ist die menschliche Suche eine willkommene Abwechslung. Aber ACHTUNG! Nicht jede versteckte Überraschung eignet sich auch für unsere vierbeinigen Lieblinge.

Das Osterei
Das Ei ist eine hervorragende Proteinquelle - auch für den Hund. Es enthält neben Protein und Fett auch sehr viele Vitamine, essentielle Fettsäuren und Spurenelemente. Obendrein ist die Eischale ein wertvoller Kalziumlieferant.
Der gelbe Eidotter ist ein besonderer Leckerbissen für unsere Vierbeiner und kann auch roh gefüttert werden. Einzig rohes Eiklar, das in dieser Form Avidin enthält, verhindert die Aufnahme von Biotin und kann Mangelerscheinungen verursachen. Ein anderer Hemmstoff, der ebenfalls im Eiweiß enthalten ist, kann zusätzlich zu Verdauungsstörungen führen.
Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Durch Hitze werden diese Stoffe zerstört. Ein gekochtes Ei - zu Ostern bitte ohne gefärbte Schale, also geschält - ist somit für unsere Fellnasen eine nette, kulinarische Abwechslung.


Der Schokoladenhase
Schokolade, so lecker sie auch sein mag, für Hunde ist sie pures Gift.
Schuld daran, ist der im Kakao enthaltene Inhaltsstoff Theobromin, ein Stimulans, der auf das Zentralnervensystem des Hundes einwirkt und zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen wie Unruhe, Krämpfen, Übelkeit oder Fieber führen kann. Die tödliche Menge von Schokolade ist bei Hunden, je nach Größe und Rasse unterschiedlich. Kleinere Hunderassen sowie Welpen und Junghunde sind hier besonders gefährdet. Wichtig ist es, sich bewusst zu machen, dass die schädlichen Nebenwirkungen von Theobromin schon auftreten können, wenn der Hund nur ein kleines Stückchen Schokolade frisst!
Bitter- oder Zartbitter-Schokolade enthalten den meisten Kakao und somit die höchste Theobromin-Konzentration. Diese sind für unsere Fellnasen besonders gefährlich. In diesem Sinne achten Sie darauf, dass Ihre vierbeinige Spürnase die süße Versuchung besser nicht findet und sich heimlich darüber hermacht.

Ostern

Trotzdem: Sie dürfen Ihrem Hund auch zu Ostern ruhig eine Überraschung gönnen - aber eine möglichst gesunde und artgerechte. Neben köstlichen, getrockneten Kaninchenohren mit Fell gibt es auch das passende Festmahl: zum Beispiel Menü Sensitiv Kaninchen von Terra Canis.
Bei letzterem brauchen Sie kein schlechtes Gewissen haben, denn hier wird nicht der Osterhase verfüttert, sondern eine wertvolle Proteinquelle für unsere Vierbeiner. ;-)

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

2015-03-27



Weißt Du wirklich, was in meinem Hundefutter drin ist?


Deklaration Hundefutter - Teil 1


Tagtäglich lächeln uns in der Werbung vor Kraft strotzende Hunde mit dem perfekten Gebiss und einem übernatürlich strahlendem Fell an und vermitteln uns: nur das und kein anderes ist das richtige Futter für unsere Fellnase! Doch halten Futtermittelhersteller auch wirklich ihre Werbeversprechen oder steckt nur heiße Luft dahinter?

Ein Blick auf das jeweilige Etikett gibt Aufschluss darüber, welche Inhaltsstoffe im Hundefutter enthalten sind. Nur was steckt eigentlich hinter den für den Laien oft kryptischen Kennzeichnungen?

Da dieses Thema ziemlich umfangreich ist, geben wir erstmals einen kleinen Überblick zur Futtermitteldeklaration, werden dieses Thema aber immer wieder aufgreifen und vertiefen.

Alleinfutter, Einzelfutter oder Ergänzungsfutter
Beginnen wir bei den Basics: Man unterscheidet bei Hundenahrung grundsätzlich zwischen Alleinfutter, Einzelfutter und Ergänzungsfutter.
Alleinfutter versorgt unseren vierbeinigen Liebling mit allen Nährstoffen, die er täglich braucht. Dieses Futter kann somit als eigenständige, in sich geschlossene Nahrungsform angeboten werden.

Alleinfuttermittel sind in Form von TrockenfutterNassfutter und halbfeuchtem Futter erhältlich. Einzelfutter besteht nur aus einer Komponente zum Beispiel reines Fleisch. Hier ist es notwendig, eine ausgewogene Nahrung durch Hinzufügen eines Ergänzungsfuttermittels herzustellen. Ergänzungsfuttermittel hingegen eignen sich, um zum Beispiel selbst zusammengestellte Rationen mit wichtigen Mikro- und Makronährstoffen anzureichern. Aber Achtung - diese decken keinesfalls als Futtermittel den täglichen Bedarf eines Hundes ab.

Zusammensetzung
Hersteller müssen laut gesetzlicher Futtermittelverordnung (FMV) die einzelnen Bestandteile des Hundefutters deklarieren. Diese findet man unter dem Punkt "Zusammensetzung" angeführt. Sie können hier zum Beispiel sofort erkennen, ob das Protein tierischen oder pflanzlichen Ursprungs ist, welche Getreide-, Gemüse- oder Obstsorten verarbeitet wurden und vieles mehr.
Die Inhaltsstoffe sind wie bei Nahrungsmittel für Menschen in absteigender Reihenfolge aufgelistet. Das heißt: Was an erster Stelle steht, macht auch den größten Anteil im Hundefutter aus. Achten Sie daher besonders auf etwas schwammige Formulierungen wie zum Bespiel Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse. Fleisch heißt nicht immer das für unsere Fellnasen so wertvolle Muskelfleisch, sondern fällt meistens unter die Kategorie: tierische Nebenerzeugnisse. Das sind neben Innereien auch Schnäbel, Krallen, Fell, Knorpeln oder Sehnen. Sprich: Schlachtabfälle mit geringem oder keinem Nährwert.


Um Futtermittel leistbar zu machen, werden Futtermittel auch immer wieder gerne mit Füllmittel angereichert. Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse stehen oft an erster Stelle am Etikett und geben somit schnell über die Qualität des Futtermittels Aufschluss.
Besonderes Augenmerk sollten Sie auch auf Deklarationen wie zum Beispiel Bäckereierzeugnisse gelegt werden. Dies sind Erzeugnisse aus der Herstellung von Backwaren, z.B. Brot, Kuchen, Kekse und Teigwaren und haben in der Tiernahrung eigentlich nicht wirklich etwas zu suchen.

Analytische Bestandteile
Futtermittelhersteller sind verpflichtet, prozentuale Angaben über Inhaltsstoffe zu machen: das sind Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohasche und Feuchtigkeitsgehalt. Die sogenannte Weender Futteranalyse soll Ihnen als Verbraucher einen besseren Einblick in die verwendeten Rohmaterialien des Futters verschaffen, bietet aber leider auch einen großen Spielraum. Beispielsweise können im Futter genauso Heu oder Gummi verarbeitet worden sein und man erhält ein Produkt mit entsprechendem Rohproteinanteil.
Je offener also ein Produkt deklariert ist (z.B. 62% Lammfleisch, 12% Herz und Lunge vom Lamm, 6% Sellerie, 0,5% Rapsöl, usw.), umso sicherer können Sie sein, dass dementsprechende Rohmaterialien auch verarbeitet worden sind.

Zusatzstoffe
Zu den Zusatzstoffen zählen Spurenelemente, Aminosäuren, Vitamine aber auch Konservierungs-(sogenannte Antioxidantien) und Farbstoffe, Säureregulatoren, Emulgatoren, Stabilisatoren und Verdickungs- und Geliermittel. Sind also Spurenelemente und Vitamine natürlichen Ursprungs im Futter enthalten, werden diese auch nicht mehr unter Zusatzstoffen angeführt. Das heißt, je mehr Zusatzstoffe dem Futter beigeführt werden müssen, umso synthetischer wird es.

Zusammengefasst kann man sagen, je aufgeschlossener Hersteller Ihre Produkte kennzeichnen, umso sicherer können Sie sich auch auf deren Qualität verlassen.
Es lohnt sich also, bevor Sie sich für ein Futter entscheiden, einen Blick auf die Verpackung zu riskieren und sich nicht von schönen Slogans, Bildern oder auch oft falschen Siegeln wie zum Beispiel "Das beste Hundefutter der Welt" täuschen zu lassen. Besonders bei der Ernährung von verdauungssensiblen Hunden oder Allergikern gehört das Hinterfragen der Inhaltsstoffe zum alltäglichen Pflichtprogramm.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Futtermittel? Dann schreiben Sie mir >

2015-03-19

Fellwechsel: Unterstützung aus dem Futternapf


Wenn die Temperaturen im Frühling wieder ansteigen, häufen sich drinnen herumfliegende Haare und Fellknäuel. Der saisonale Fellwechsel ist wieder da!

Der Fellwechsel ist beim Hund ein natürlicher und vor allem notwendiger Vorgang, für Frauchen und Herrchen jedoch mitunter eine ganz schön haarige Angelegenheit.
Vor allem im Frühjahr gestaltet sich der Fellwechsel intensiver als im Herbst, da hier das Winterfell und die dicke Unterwolle weichen müssen.
Ab sofort sind tägliches Bürsten und Kämmen an der Tagesordnung.

Wie können Sie Ihre Fellnase während des Fellwechsels zusätzlich unterstützen?

Schönes Fell à la carte

Während des Fellwechsels steigt der Bedarf an Eiweiß deutlich an. Eiweiß ist für die Produktion von Keratin wichtig, einem Hauptbestandteil des Haars. Bei einem Mangel an Keratin wird das Haar schnell spröde und brüchig.
Greifen Sie daher zu Fisch, Huhn oder Lamm. Diese Fleischsorten sind besonders während des Fellwechsels geeignet. Auch Hüttenkäse oder Ziegenmilchjoghurt als leckeres Frühstück liefern wertvolles Eiweiß für Ihren Liebling und sind eine willkommene Abwechslung im Futternapf.

Beauty-Kur mit Wirkung

B-Vitamine, Zink, Biotin und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterstützen den Hautstoffwechsel und können sowohl für einen problemloseren Haarwechsel als auch für ein gesundes und glänzendes Fell sorgen. Spezielle Nahrungs-ergänzungsmittel als 6-8 wöchige Kur versorgen Ihren Liebling in dieser Zeit mit allen wichtigen Nährstoffen.
Die Zugabe von etwas kaltgepresstem Öl (z.B. Borretsch-, Lachs- oder Leinöl) zur täglichen Futterration wirkt sich positiv auf Haut und Fell aus.

Nutzen Sie die Kraft der Kräuter!

Kräuter können beim Fellwechsel auf natürliche Weise oft Wunder bewirken. Die grünen Helferleins sind kleine Nährstoffbomben und werden ebenfalls kurweise angewendet. Mischen Sie dazu 1/2 TL pro Kilogramm Körpergewicht frische oder getrocknete Kräuter (z.B. Ackerschachtelhalm, Lavendel, Hagebutte, Quecke oder wildes Stiefmütterchen) täglich ins Futter.

Alternativ bietet sich auch 1 TL Fruchtmus der Heckenrose an. Hochwertige Kräutermischungen in Apothekerqualität gibt es zum Beispiel von Hardy's.

2015-03-06



Herzlich Willkommen im Blog von Mr. & Mrs. Dog!


Mein Name ist Iris Otto-Siemakowski und ich bin Diplom-Tierernährungsberaterin - aus Leidenschaft.
Die Faszination für Tiere wurde mir bereits in die Wiege gelegt. Schon von klein auf begleiteten mich die verschiedensten tierischen Freunde, Hunde, Nager, Vögel, Reptilien.
Meine berufliche Laufbahn führte mich zunächst in eine andere Richtung, doch der Wunsch mit Tieren zu arbeiten blieb immer präsent. Die Ausbildung zur zertifizierten Ernährungsberaterin für Hund, Katze und Pferd ermöglichte es mir, mein über Jahre angeeignetes Wissen noch mehr zu vertiefen und nun an andere Hundehalter weiterzugeben.

Gemeinsam mit meiner schwanzwedelnden Reporterin und unwiderstehlichen Assistentin auf vier Pfoten, Veggie, werde ich Ihnen einen Einblick in artgerechte Tierernährung geben und wöchentlich über die neuesten Trends sowie über Wissenswertes aus dem Futtermittel-Dschungel berichten.
Lesen Sie tolle Experteninterviews, erfahren Sie alles über die neuesten Produktentwicklungen und begleiten Sie uns in unserem tierischen Alltag.

Kleiner Tipp: Es warten auch jede Menge tolle Gewinnspiele und Wettbewerbe auf Sie!

In diesem Sinne freue ich mich, Sie bald wieder hier begrüßen zu dürfen.

Ihre,

Iris Otto-Siemakowski

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